1800 - 1899

1800    

  • Eicherscheid hat 618 Einwohner (incl. Hammer?)


1801    

  • Leonard Claehsens („Lennertsches“) wird Bürgermeister von Eicherscheid


1804

  • Johannes Hermannus Stegers wird Pfarrer in Eicherscheid
  • 01.03. Gründung des Bistums Aachen


1807

  • Über 100 Häuser werden in Eicherscheid gezählt.


1809

  • Bäcker Gerhard Bongard wird Lehrer und unterrichtet die Kinder in seinem Privathaus (Köstesch, Kirchweg)


1811

  • Christianus Cronenberg wird Pfarrer in Eicherscheid


1815

  • Eicherscheid gehört zur preußischen Rheinprovinz.
  • Leonhard Claeßens wird als erster preußischer Bürgermeister bestätigt.
  • Johannes Arnoldus Strunk wird Pfarrer von Eicherscheid


1816

  • 24.04.- Gründung des Landkreises Montjoie (Monschau) im Regierungsbezirk Aachen.
  • Gründung der Bürgermeisterei Eicherscheid mit Hammer.
  • Carolus Josephus Esser wird Pfarrer in Eicherscheid.
  • Das Monschauer Land incl. Eicherscheid erlebt ein regelrechtes Notjahr wegen einer miserablen Ernte, ausgelöst vom 1815 ausgebrochenen riesigen Vulkan in Indonesien („Tambora“).
  • Eine große Anzahl an Schafen (z.T. bis 600/Jahr) verenden bis 1825. Grund: Karges Land, Vennwasser u.a.; die Schafe wurden aus Futtergründen ins Venn getrieben.


1819

  • Erster Schulneubau, Standort damals Hauptstraße-jetziges Feuerwehrgerätehaus; das Schulgebäude wurde 1928 von Josef Carl  abgebrochen und als Wohnhaus im Kirchweg (jetzt K.Hu. und A. Hoch) wieder aufgebaut.
  • Erster Lehrer im neuen Gebäude wird erneut (s. 1809) Gerhard Bongard (Köstesch, Kirchweg)-> gleichzeitig Küster. Zu der Zeit war Schulgeld Pflicht: 1 Thaler, 6 Silbergroschen und 3 Silbergroschen an Brandgeld. G. Bongard zog auch die ersten Obstbäume im Ort. Johann Kaulard berichtet 1941, dass Lehrer Bongard 7 „Bändchen“ (Aufzeichnungen, Stammbäume etc.) geschrieben hat. Diese Bändchen sind bis heute verschollen. Wer kann dazu noch etwas sagen oder berichten???


1821

  • Johannes Morschel wird Pfarrer in Eicherscheid.

 

1827

  • Dekanatsordnung wird eingeführt; Eicherscheid wird dem Dekanat Montjoie zugeordnet.


1828

  • Bürgermeister L. Claeßens wird altersbedingt abberufen; die kommissarische Verwaltung wird auf Anordnung des Königl. Landrates Zoepffel kommissarisch dem Bürgermeister Johann Heinrich Joseph Stollenwerk, Simmerath übertragen.


1830

  • Obstanbau-Versuch in Hammer durch Landrat Gottlieb Karl Christian Zoepffel;
  • Matthias Offermann wird Bürgermeister (bis 1858);
  • Neubau des Pfarrhauses in Eicherscheid.


1831    

  • Mathias Offermann (der Jüngere), bisher Beigeordneter, wird von der Aachener Regierung anstelle von JHJ. Stollenwerk zum provisorischen Bürgermeister und der Ackerer, Peter Arnolds, Hammer, zum prov. Beigeordneten ernannt.
  • Hochwasser der Rur mit großen Schäden: Brücken werden weg gerissen und viel Geröll auf den Wiesen.
  • Hammer´s alte Kapelle wird nach Umbau 1. Schule.


1836

  • Simon Josephus Hoven wird Pfarrer in Eicherscheid


1837

  • Neue Turmuhr


1838

  • Johannes Bartholomäus Jansen wird Pfarrer in Eicherscheid.


1841

  • Eicherscheider Pfarrer Jansen wird Kreisschulinspektor.


1842

 

  • Neubau der Friedhofsmauern
  • Schwere Glocke von 1791 geborsten


1843

 

  • Kleine Glocke von 1791 geborsten
  • Zwei Glocken von Eicherscheid werden in (Hollerich/Luxemburg eingeschmolzen und neu gegossen, nachdem sie geborsten waren. Glockenstuhl wird erneuert. Einweihung der Glocken durch Pastor Bartholomäus Jansen.


1845

  • Gründung des Kirchenchores St. Lucia
  • Der verstorbene Viehhändler, Johann Jakob Kell, stiftet aus seinem Nachlass (465 Taler -> 1 Taler = 3 R-Mark) eine weitere Kirchenglocke.


1846    

  • Eine Orgel für die Kirche wird von den Gebrüdern Müller aus Reifferscheid gebaut.
  • Verkauf des Galgenfeldchens Am Gericht


1847

  • Pfarrhaus wird erbaut.
  • Neue Fenster für die Kirche. 
  • 12.06.- Tödlicher Unfall des Webers, Peter Schreiner, in der kircheneigenen Fabrik.Nach dem Tode Ihres Gatten ist dann am 06.10.1847 die Eicherscheider Ehefrau, Katharina Schreiner, geb. Küpper, 59 J., mit ihren 6 Kindern im Alter zwischen 13 und 30 J. nach Nordamerika ausgewandert. Haus und Hof (früher „Belle“) hatte sie vorweg für 450 Goldtaler verkauft. (Quelle: Josef Löhrer, Dedenborn)

1851

  • Lehrer G. Bongard (et alt Köstersche) geht nach 42 Jahren in den Ruhestand. Nachfolger wird Heinrich Erberich.

1852

  • Zweiter Schulneubau an der seinerzeitigen Hauptstraße (heutiger Standort der Sparkasse; das Gebäude wurde im 2. Weltkrieg zerstört.)      
  • Genehmigung zur Erhebung eines Chausseegeldes für Konzen und Eicherscheid durch „Allerhöchsten Erlass“ vom 16.06.1852 /PrGs.S. 215/1862 für den vorher chausseemäßig ausgebauten Kommunalweg Konzen/Entenpfuhl – Am Gericht – Eicherscheid (aus Jahrbuch Monschauer Land 2009 – Manfred Huppertz)

1853

  • Einweihung der neuen Schule.

1853-54

  • Anfänge des späteren Musikvereins; gegr. 1908 -  heute „Eifelklänge Eicherscheid“

1856

  • Erste Fichtenpflanzung (Prüssboom) im Venn

1858

  • Aug.- Bürgermeister Offermann erhält altersbedingt von der Königl. Regierung Aachen seine Entlastung. Kommissarischer Nachfolger: Landgerichts-Auskultator Reinkens von Aachen bis April 1859.

1859

  • Nachfolger vom prov. Bürgermeister Reinkens wurde kommissarisch Joseph Heinz, Bürgermeister-Secretair von Blankenheim.                    
  • Dez.- Amtsenthebung von Joseph Heinz wegen Unterschlagung von Armengelder (6 Monate Gefängnis). Zum prov. Nachfolger wurde Ortsvorsteher Mathias Gerhard Kaulard bestimmt.                    
  • 1. Wallfahrt nach Moresnet wegen drohender Cholera-Epidemie. Wallfahrt fand bis 1863 statt.

1860

  • M.G. Kaulard wird als interimistischer Bürgermeister abberufen. Zum kommissarischen Nachfolger wurde Küpper, Simmerath ernannt.

1861

  • Neubau der Sakristei (Kosten 280 Thaler)                        
  • 01.07.- Der Bürgermeister der Bürgermeisterei Imgenbroich, Johann Heinrich Philippy, wird gleichzeitig die Verwaltung der Bürgermeisterei Eicherscheid übertragen.

1862

  • Auszug aus einem Adressbuch der Rheinprovinz des Preußischen Königreiches: Einwohnerzahlen: Eicherscheid 917 (incl. Hammer??); Imgenbroich 1034; Simmerath 400.

1862-1863

  • Bau der Kirche Hammer.

1866

  • Neuer Taufstein für Eicherscheid; der alte ist für die Kirche in Hammer.

1868

  • Rur-Brückenbau bei Dedenborn wird wegen erheblicher Baumängel seitens des ausführenden Unternehmens eingestellt.

1872

  • Michael Seithümer wird Pfarrer in Eicherscheid

1873

  • 12.04.- Vom vermutlich letzten Wolf wird im Kranzvenn (Nähe Am Gericht) ein Wanderer angefallen, der ihn mit einem Knüppel abwehren kann.        
  • Hilarius Jost wird Lehrer in Eicherscheid.

1875

  • 08.08.- Der königliche Förster, Leonhard Meier, wird von einem Wilderer nahe der jetzigen Belgenbacher Mühle erschossen. (Jetziges „Meier-Kreuz“)   
  • Die Ölmühle Tiefenbachtal stellt den Mahlbetrieb ein.

1876

  • Paulus Aloysius Dohmen wird Pfarrer von Eicherscheid.

1882

Markante Mißernte im Monschauer Land, auch mit bitteren Auswirkungen für die nächsten Jahre auf die Eicherscheider Bevölkerung.

1883

  • Gründung der Imgenbroicher Landwirtschaftsschule. Ein Jahr später besuchen 7 Eicherscheider diese Schule.

1885

  • 30.06.- Die Vennbahnlinie Aachen-Rothe Erde – Monschau wird für den Zugverkehr freigegeben. Eicherscheider Schulkinder nehmen an der Feier teil.
  • Dem Kronprinzen Friedrich Wilhelm - später König Friedrich Wilhelm IV. - wird der Kriegerverein (Veteranen-Vereinigung) Eicherscheid vorgestellt. Aus diesem Veteranenverein resultiert der in Eicherscheid heute noch geläufige Hausname „Hauptmann“ (Johann Förster, Buschgasse; Förster war der „Leiter“ dieses Vereins).

1889

  • Paulus Aloysius Dohmen wird Pfarrer von Eicherscheid; er ist in Eicherscheid, auf dem „alten“ Friedhof (hinter der 1985 gepflanzten Eiche) begraben; ebenfalls die Pfarrer Strunk und Hoven sowie der in Eicherscheid geborene Priester Hubertus Offermann.

1890 ca.

  • Eicherscheider Kirche ist größter Grundbesitzer im Ort mit ca. 120 Morgen Land.

1892

  • An der Belgenbacher Mühle wird ein kleines Sägewerk angeschlossen.

1894

  • Die Eicherscheider Bauernschaft tritt der Molkereigenossenschaft Imgenbroich bei.

1896

  • Gründung der „Handelsvereinigung Eicherscheid“ (Vorläufer zum jetzigen „Nahkauf“); Räumlichkeiten im Hause Hoch (jetzt Weiher 1)            
  • Auszug aus dem Handbuch der Diözese Köln für Eicherscheid aus Pfarrbrief 1993:  830 Katholiken, 0 Protestanten, 0 Israeliten.

1897

  • Gründung der Raiffeisengenossenschaft, Eicherscheid (incl. Bankgeschäft).
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